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1. Juli 2026

Starkregen im Garten: Wenn das Wasser nach einem Sommergewitter bleibt, wo es nicht hingehört

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Ein Sommergewitter kann beeindruckend sein. Innerhalb weniger Minuten fallen Wassermengen, für die früher ein ganzer Tag nötig gewesen wäre. Das Problem: Der Regen interessiert sich nicht dafür, wo Terrasse, Keller oder Gartenweg liegen. Er sucht sich seinen Weg. Und der führt oft genau dorthin, wo man ihn nicht haben möchte.

In den letzten Jahren beobachten wir im Allgäu und am Bodensee immer häufiger kurze, aber sehr intensive Regenereignisse. Viele Grundstücke und Gärten wurden jedoch zu einer Zeit geplant, als solche Wassermengen noch deutlich seltener waren. Die Folge: Überflutete Rasenflächen, ausgespülte Wege, stehendes Wasser auf Terrassen oder im schlimmsten Fall Feuchtigkeitsschäden am Gebäude.

Starkregen im Garten ist kein Ausnahmefall mehr

Früher sprach man von einem Jahrhundertregen. Heute erleben wir ähnliche Ereignisse deutlich häufiger. Besonders betroffen sind Grundstücke in Hanglagen oder Gärten mit einem hohen Anteil an befestigten Flächen.

Dabei fällt auf: Nicht die Regenmenge allein ist entscheidend. Oft macht die fehlende Möglichkeit zur Versickerung den Unterschied. Wo Wasser nicht in den Boden eindringen kann, bleibt es an der Oberfläche und sucht sich seinen Weg. Ein klassisches Beispiel sind Einfahrten, Terrassen oder Wege. Bei normalen Regenschauern fällt das kaum auf. Bei Starkregen wird daraus schnell ein Problem.

Warum viele Entwässerungsprobleme schon bei der Planung entstehen

Ein Irrtum hält sich hartnäckig: Eine Drainage löst jedes Wasserproblem. In der Praxis ist das selten so einfach. Entwässerung beginnt nicht mit dem Einbau eines Rohres, sondern mit der Analyse des gesamten Grundstücks.

Folgende Fragen spielen eine Rolle:

  • Woher kommt das Wasser?
  • Wohin kann es abfließen?
  • Wie durchlässig ist der Boden?
  • Welche Flächen sind versiegelt?

Gerade bei uns im Allgäu treffen wir häufig auf schwere, lehmige Böden. Diese speichern zwar Wasser gut, nehmen es aber deutlich langsamer auf als sandige Böden. Das muss bei der Planung berücksichtigt werden.

Wer tiefer in das Thema einsteigen möchte, findet hier weitere Informationen zu unserem Ansatz im Bereich Regenwassermanagement:

Regenwassermanagement bei Haas Galabau 

Regenwasser ableiten oder versickern lassen?

Die beste Lösung ist oft nicht das schnelle Ableiten, sondern das kontrollierte Versickern. Regenwasser ist kein Abfallprodukt. Es ist eine Ressource. Wer Wasser auf dem eigenen Grundstück halten kann, entlastet Kanäle und profitiert in trockenen Sommern von einer besseren Wasserversorgung der Pflanzen.

Mögliche Maßnahmen sind:

Mulden und Versickerungsflächen

Leichte Geländemodellierungen können große Wassermengen aufnehmen. Oft genügt bereits eine gezielt angelegte Senke im Garten.

Sickerfähige Beläge

Nicht jede Fläche muss vollständig versiegelt werden. Moderne Pflasterflächen können Wasser teilweise aufnehmen und versickern lassen.

Rigolen und Versickerungssysteme

Wenn wenig Platz vorhanden ist, können unterirdische Speichersysteme sinnvoll sein. Sie nehmen Wasser auf und geben es zeitverzögert an den Boden ab.

Regenwassernutzung

Wer ohnehin über eine Zisterne nachdenkt, schlägt zwei Fliegen mit einer Klappe: Das Wasser wird gespeichert und steht später für die Gartenbewässerung zur Verfügung.

Hanglagen brauchen besondere Aufmerksamkeit

Viele Grundstücke in unserer Region liegen nicht vollkommen eben. Genau dort entstehen bei Starkregen oft die größten Herausforderungen. Wasser beschleunigt auf geneigten Flächen. Es sammelt sich, nimmt Erde mit und belastet Mauern, Wege oder Gebäude. Hier reichen Standardlösungen häufig nicht aus. Stattdessen müssen Geländeverläufe, Entwässerungsrinnen, Stützelemente und Versickerungsbereiche als Gesamtsystem betrachtet werden.

Die Erfahrung zeigt: Je früher diese Themen in die Gartenplanung einfließen, desto einfacher und wirtschaftlicher lassen sie sich lösen.

Warnsignale, die Sie ernst nehmen sollten

Nicht jedes Problem zeigt sich erst bei einem Unwetter.

Typische Hinweise sind:

  • Pfützen, die nach Regen tagelang stehen bleiben
  • ausgespülte Kiesflächen
  • Moosbildung auf Wegen
  • feuchte Stellen an Mauern oder Fassaden
  • Wasser, das sich auf der Terrasse sammelt
  • verschlammte Rasenflächen

Wer solche Anzeichen erkennt, sollte nicht auf das nächste Starkregenereignis warten.

Gute Entwässerung sieht man oft gar nicht

Die besten Entwässerungslösungen fallen im Alltag kaum auf. Sie funktionieren einfach. Genau deshalb beschäftigen wir uns bei der Gartenplanung nicht erst mit Wasser, wenn ein Problem entstanden ist. Wir betrachten Gelände, Boden, Nutzung und Niederschlagswasser von Anfang an als Teil eines Gesamtkonzepts.

Denn ein Garten soll auch nach einem Sommergewitter noch das sein, was er sein soll: ein Ort zum Genießen – und nicht zum Aufräumen.

Sie möchten wissen, wie Ihr Grundstück bei Starkregen reagiert oder welche Maßnahmen sinnvoll sind? Wir beraten Sie gerne und entwickeln Lösungen, die zu Ihrem Garten, Ihrem Gelände und den regionalen Bedingungen im Allgäu und am Bodensee passen.

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